Wir über uns :: Programm :: Vorstandschaft :: Bildergalerien :: Landfrauen auf Reisen

Leckeres aus dem Holzbackofen :: Presse :: Links :: Kontakt :: Übersicht

Presse

 

 

 

 

 

N . E . W . S

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

 

 

 

Leckeres aus dem Holzbackofen

 

Ehrenamtliche Bewirtschaftung des Backhauses

Misstöne

Leider kommt es immer wieder vor, dass sich die Damen des Verkaufes Beschimpfungen anhören müssen.

Unter anderem:
  • Die Damen sollten früher anfangen, damit der Kuchen fertig sei wenn die Kundschaft käme.
  • Es sollte mehr gebacken werden, damit alle was kriegen und nicht nur die, die vorbestellt haben.
  • Unverschämte Preise - da könnte man ja gleich in der Apotheke einkaufen gehen!
  • Der Gipfel des Ganzen ist jedoch die Nachfrage eines Kunden, der wissen wollte was die Damen mit dem "Haufen" Geld anfangen würden.
  • Daher nutzen wir nun unsere Website um Ihnen einmal zu schildern was alles getan werden muss, damit Sie unsere Kuchen genießen können.

     

    Die Entstehung der Kuchen

    Einige mag dies Verwundern, aber die ganze Arbeit beginnt bereits Monate vorher...

    Im Frühjahr des Vorjahres

    Da die Öfen im Backhäusle mit trockenem Holz und Reisig geheizt werden müssen, steht im zeitigen Frühjahr eine Mehrtägige Holzaktion an. Dabei wird das Holz/Reisig zerkleinert und zu Büschele gebunden bevor es an einem trockenen luftigen Platz eingelagert werden kann.

    Im Sommer des Vorjahres

    Das Material in den Büschele beginnt zu trocknen, somit werden die Büschele zu locker und können leicht auseinander fallen. Daher müssen alle Büschele neu und fester gebunden werden.

    In den Sommermonaten

    Die Zutaten für die süße Kuchen sind nach und nach reif. Kirschen, Träuble, Zwetschgen werden geerntet, bearbeitet und eingefroren.

    Mittwoch

    An diesem Tag wird eingekauft. Die diversen Zutaten werden direkt beim Bauern eingekauft oder in der Mühle abgeholt.

    Auch das zum Heizen benötigte Holz wird herbeigeschafft.

    Freitag

    Vorbereitungstag

    Früh am Morgen wird der Teig für die süßen Kuchen hergestellt und anschließend ins Backhaus gefahren. In der Zwischenzeit finden sich die Damen der zwei Backteams an Ihrem Arbeitsplatz ein, um Ihre Arbeit zu erledigen.

    Team I: Dieses Team besteht aus drei Damen die sich im Backhaus zum herstellen der süßen Kuchen treffen. Allerdings steht als erste Arbeit immer das Ausräumen und die Reinigung des Backhauses an. Die Äpfel oder Birnen für die süßen Kuchen werden gewaschen, geschält und in Stücke geschnitten. Je nach Saison werden die anderen Früchte auch vorbereitet oder nur noch aufgetaut. Um alle süßen Kuchen vorzubereiten und zu backen sind diese drei einen halben Tag gut beschäftigt. Nach der Backaktion wird das Backhaus selbstverständlich wieder gereinigt und wieder eingeräumt.

    Team II: Bestehend aus ca. 6-8 Personen widmet sich den Unmengen von Zwiebeln und Kartoffeln. Die Zwiebeln werden geschält, gewürfelt und glasig gedämpft. Parallel werden die Kartoffeln geschält und gekocht. Im möglichst heißen Zustand müssen dann diese mit viel Kraft durchgedrückt werden. Die Zwiebeln und Kartoffeln werden im Anschluss kalt gestellt. Bei flottem Arbeitstempo sind auch die Mitglieder des Teams II nach einem halben Tag Arbeit am Ziel.

    Eine einzige Dame hat allerdings noch keinen Feierabend. Sie ist damit beschäftigt den Holzbackofen anzuheizen. Mehrmals am Abend wird sie an den heißen Ofen zurückkehren.

    Samstag

    6 Uhr!

    Frei nach dem Motto "die Letzten werden die Ersten sein", ist die Heizerin schon wieder unterwegs und feuert den Ofen erneut an. Es erfordert schon einiges an Kenntnis und Arbeit den Ofen auf die benötigte Temperatur von ca. 400°C zu bringen.

    Zur gleichen Zeit sind aber auch andere schon tätig. Unter anderem muss der Teig für die Kuchen zubereitet werden, die am Vortag begonnenen Zwiebel- und Kartoffelmassen werden mit den restlichen Zutaten zum eigentlichen Belag verarbeitet, Autos werden mit Verpackungsmaterial, Handwerkszeug und allem weiteren beladen. Wenn alles soweit vorbereitet ist, treffen sich die Damen im Backhaus. Wieder muss das Backhaus nun ausgeräumt und gereinigt werden bevor die eigentliche Arbeit beginnen kann.

    Zügig werden die Teige ausgewellt und die Backbleche mit der Masse gefüllt. Ist die notwendige Temperatur im Ofen erreicht muss dieser ausgeräumt und ausgeputzt werden. Das Einschiessen kann beginnen. Zielsicher müssen die Bleche in die Heizkammer des Ofens gelangen. Die erste Backphase kann beginnen. Da ein Holzofen nie gleichmäßig backt muss während des Backvorganges umgeschossen werden. Welch Kraftaufwand und Hitzebeständigkeit dies erfordert kann sich jeder denken. Zwischendurch werden die Kuchen aber nur wenige Minuten sich selbst überlassen, meist stehen sie unter sehr genauer Beobachtung. Denn schnell kann aus einem Kuchen ein "Mohrle" werden.

    Sind die Kuchen gar, wird ausgeschossen um Platz für die nächsten Kuchen zu schaffen. Diese Vorgänge werden sich nun so lange wiederholen, bis die Temperatur des Ofens zu gering ist. Dann muss erst wieder mit Büschele und Holz nachgeheizt werden. Ein Holzbackofen ist nun mal nicht mit einem modernen Backofen zu vergleichen. Denn schließlich ist es ja der Geschmack des Holzbackofens den unsere Kundschaft so liebt. Erst wenn wieder die richtige Temperatur erreicht ist kann weiter gebacken werden.

    Um den Kuchen verkaufen zu können muss nun ein Stand mit Dach und Spuckschutz aufgebaut werden. Die Tafeln und Werbeschilder werden aufgestellt und kaum eingerichtet geht auch schon los. Besonders Eilige und ungeduldige Kunden werden rasch und zügig bedient. Meist wird jedoch der Kuchen so schnell verkauft, dass der Ofen mit dem Backen nicht nachkommt. Die Folge daraus: Es bildet sich eine lange Schlange mit manch ungeduldigem Kunden.

    Hält unsere Kundschaft dann doch schließlich ein Stück Kuchen in den Händen, ist schnell vergessen wie viel Arbeit eigentlich dahinter steckt.

    Die für die Landfrauen an dieser Stelle ja noch nicht beendet ist. Die dürfen nach der großen "Schlacht" wieder alles abspülen, putzen und aufräumen.

    Zum Schluss unsere Bitte an Sie:

  • Denken Sie während der nächsten Wartezeit daran, welch Arbeit die Damen auf sich nehmen damit Sie ein Stück Kuchen in den Händen halten können.
  • Lernen Sie die traditionelle Handarbeit zu genießen. Es braucht eben seine Zeit um im Holzbackofen zu backen.
  •  

    Ihr LandFrauenVerein Bietigheim

     
       
     

     

     

     

     

     

     

     

     

    G Y M N A S T I K

     

    Jeden Dienstag

    Gymnastiktag!

    Ab 20 Uhr in der Aurainhalle.

    Außer in den Schulferien!

     

     
     
     
         

        © 2002 by Highlaenderin.de   •    Webmaster@Landfrauenverein-Bietigheim.de   •    Impressum